Der Hochwasserentlastungsstollen Sarneraatal ist seit dem 2. Juni 2026 mit voller Leistungsfähigkeit einsatzbereit. Der Stollen kann im Ernstfall bis zu 100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten und verbessert damit den Hochwasserschutz im Sarneraatal wesentlich.
In den vergangenen Monaten wurden die letzten technischen Arbeiten am Hochwasserentlastungsstollen ausgeführt und die Anlage schrittweise getestet. Bereits seit Mai 2025 stand der Hochwasserentlastungsstollen für den Notbetrieb mit reduzierter Leistung zur Verfügung.
Stollen ist vollumfänglich betriebsbereit
Im März 2026 montierten Fachleute beim Auslaufbauwerk die Rolltafelschütze, das sind grosse Verschlusstore zur Regulierung des Wasserflusses. Danach führten sie erste Funktionstests durch. Seit 20. Mai 2026 wurde der Stollen kontrolliert mit Wasser gefüllt. Danach öffneten die Projektverantwortlichen den Rolltafelschütz beim Einlaufbauwerk. Damit ist jetzt der Stollen zwischen Sarnersee und dem Auslaufbauwerk in Alpnach komplett mit Wasser gefüllt.
Im Mai 2025 wurde der Stollen für den Notbetrieb eingerichtet und hätte im Bedarfsfall bis zu 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten können. Seit 2. Juni 2026 ist nun die gesamte Anlage mit voller Leistungsfähigkeit betriebsbereit. Auch die gesamte Leittechnik zur Steuerung des Stollens ist einsetzbar.
Im Ernstfall kann der Hochwasserentlastungsstollen bis zu 100 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ableiten, was ungefähr der Wassermenge von rund 50 Badewannen pro Sekunde entspricht. Der Hochwasserschutz im Sarneraatal wird sich damit wesentlich verbessern.
Arbeiten beim Auslaufbauwerk dauern noch an Beim Auslaufbauwerk erstellt die Bauunternehmung derzeit zwei Fussgängerstege, welche über die Sarneraa und das Auslaufbauwerk führen. Zudem wird das Bachbett bei der Einmündung des Auslaufbauwerks fertiggestellt. Sollte der Stollen benutzt werden, müssten diese Bauarbeiten unterbrochen werden. Sie sind voraussichtlich bis Ende August 2026 abgeschlossen.
Bis März 2027 schliesslich werden die Installationsplätze zurückgebaut und die betroffenen Flächen wieder instand gestellt sein. Die Arbeiten beim Einlaufbauwerk wurden im Mai 2026 abgeschlossen.







