Mountainbike-Wege: Zentralschweiz räumt Hindernisse aus dem Weg

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Eine neue Versicherung fördert den Ausbau des Mountainbike-Wegnetzes: Landwirte und Waldbesitzer aus versicherten Kantonen erhalten einen umfassenden Haftpflicht-Schutz bei Schäden auf offiziellen Mountainbike-Wegen. Die Zentralschweizer Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (ZBPUK) hat sich an ihrer Sitzung von Freitag in Stans neben der neuen Versicherungslösung auch mit der erfolgreichen Digitalisierung der Energienachweise bei Bauprojekten befasst.

Das Mountainbike-Wegnetz steht vor einem Ausbau: Die Bikegenossenschaft Zentralschweiz hat als Versicherungsnehmerin eine Haftpflichtversicherung bei Unfällen von Mountainbike-Fahrerinnen und -Fahrern (MTB) abgeschlossen. Diese bietet Grundeigentümern, Bewirtschaftern und Trägerschaften von Mountain-bike-Wegen im Falle von Schadenersatzforderungen von Mountainbikenden umfassenden Schutz und deckt Schäden auf autorisierten Trails und Routen ab. Die Zentralschweizer Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (ZBPUK) hat die neue Versicherungslösung an ihrer Sitzung vom 26. Juni 2026 in Stans erfreut zur Kenntnis genommen.

Haftungsleitfaden bietet Unterstützung

Die Versicherung, welche die Bikegenossenschaft im Auftrag interessierter Kantone abschliesst, sowie der MTB-Haftungsleitfaden der Bikegenossenschaft Zentralschweiz sollen Bedenken von Waldbesitzern und Landwirten vor unkalkulierbaren Risiken reduzieren und die Bereitschaft fördern, private Grundstücke für offizielle Mountainbikewege freizugeben. Der Nidwaldner Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen, Präsident der ZBPUK, sagt: «Die Versicherung ist ein entscheidendes Element im Aufbau eines attraktiven Mountainbike-Wegnetzes.» Ebenso wichtig seien die in der Zentralschweiz laufenden Kampagnen, beispielsweise der Bike-Kodex und das Projekt Fairtrail. Sie förderten den respektvollen Umgang der Nutzenden und ein faires Miteinander auf den Freizeitwegen in der heimischen Bergwelt. «Ob Biken, Wandern oder Trail-Running – es werden alle ermuntert, sich tolerant und verantwortungsbewusst zu verhalten», sagt Regierungsrat Joe Christen. «Wenn wir unsere Freiheiten in der Natur bewahren wollen, ist ein faires Miteinander zentral.»

Energienachweise für Bauprojekte erfolgreich digitalisiert

Wird ein Gebäude neu errichtet, umgebaut oder energetisch saniert, ist die Einhaltung der energierechtlichen Anforderungen mit einem Energienachweis zu belegen. Die Energiefachstellen der Zentralschweizer Kantone digitalisieren diesen Prozess: Anfang 2026 haben sie die Plattform “Elektronischer Vollzug Energetischer Nachweise” (EVEN) gemeinsam eingeführt (s. Medienmitteilung vom 10.12.2025). Die ZBPUK hat am Freitag zur Kenntnis genommen, dass der Start geglückt ist und die Energiefachstellen in der Vorbereitung, Schulung und Abklärung eng zusammengearbeitet haben. Für die Anwender und Anwenderinnen der Plattform wurden gemeinsame Auskunftsmöglichkeiten und Fragestunden angeboten. Dank „EVEN“ können Synergien genutzt und Kosten eingespart werden. Die bisherigen Erfahrungen mit dem digitalen energetischen Vollzug bei Bauprojekten sind insgesamt positiv.

Die ZBPUK hat an ihrer Sitzung ausserdem den Jahresbericht, die Jahresrechnung und den Reviewbericht der Energiefachstellenkonferenz Zentralschweiz 2025 zur Kenntnis genommen und den Jahresbericht sowie die Jahresrechnung 2025 von Umwelt Zentralschweiz genehmigt.

Weitere Auskünfte:

Regierungsrat Joe Christen, Nidwaldner Landwirtschafts- und Umweltdirektor, Tel: 041 618 40 00 (ruft zurück).

Konferenzen stärken die Zusammenarbeit in der Zentralschweiz

Die Zentralschweizer Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz (ZBPUK) ist eine der sieben Direktorenkonferenzen der Zentralschweizer Regierungskonferenz (ZRK). Die ZBPUK trifft sich in der Regel zweimal pro Jahr. Präsident ist der Nidwaldner Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen. Für die operativen Geschäfte sind die Fachstellen zuständig, darunter die Konferenz der Zentralschweizer Umweltfachstellen (Umwelt Zentralschweiz), die Konferenz Kantonaler Energiefachstellen – Regionalkonferenz Zentralschweiz (EnFK Zentralschweiz) und die Aufsichtskommission Vierwaldstättersee (AKV).

Die Zentralschweizer Regierungskonferenz ist ein 1966 gegründeter Zusammenschluss der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug. Zürich, Aargau und Tessin sind assoziierte Mitglieder der als Plattform für die interkantonale Zusammenarbeit gegründeten Konferenz. Sie soll jene Bereiche, die für die Attraktivität der Zentralschweiz als Lebens- und Wirtschaftsraum wichtig sind, stärken und die Interessen der Zentralschweiz gegenüber dem Bund und den anderen Regionen vertreten.

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