Erläuterungen zur Verkehrsunfallstatistik 2025
Im Jahr 2025 wurden 201 Verkehrsunfälle im Kanton Obwalden registriert (Vorjahr 224). Obschon die Verkehrsdichte stetig zunimmt, bleibt das Unfallgeschehen über die Jahre konstant. Im vergangenen Jahr mussten keine Verkehrstoten verzeichnet werden.
Das Unfallgeschehen auf dem Strassennetz des Kantons Obwalden zeigt im Vergleich mit den letzten zehn Jahren wenig Auffälligkeiten. Die Strassen im Kanton Obwalden sind nach wie vor sehr sicher. Bei relativ tiefen Unfallzahlen sind Schwankungen möglich.
In der Unfallstatistik nicht erfasst sind Ereignisse, welche über das europäische Unfallprotokoll erfasst wurden oder bei denen die Schadenverursacher bei Parkschäden nicht ermittelt werden konnte. Ebenfalls nicht erfasst sind Tierunfälle mit angefahrenen Wild-, Nutz- und Heimtieren.
Unfallfolgen
Verkehrsopfer
Bei 78 Verkehrsunfällen im Jahr 2025 kamen 97 (Vorjahr 82) Personen zu Schaden. Dies entspricht dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.
Die Folgen von Verkehrsunfällen sind abhängig vom Stand der Entwicklung der beteiligten Fahrzeuge, dem Unfallort, Witterung und oft auch dem Zufall. Ob jemand leicht, schwer oder tödlich verletzt wird, ist oft ein schmaler Grat. Im letzten Jahr wurde keine Person tödlich verletzt. 14 Personen verletzten sich jedoch schwer und 83 Personen insgesamt leicht.
Sachschaden
Bei 123 Verkehrsunfällen entstand Sachschaden. Die Schadenhöhe wurde nicht ermittelt.
Unfallursachen
Die Hauptursachen sind Fahrfehler wie zu nahes Aufschliessen (51), Nichtanpassen der Geschwindigkeiten (26), Zustand des Fahrzeuglenkers oder -lenkerin (28), die Unaufmerksamkeit und Ablenkung (26) sowie Vortrittsmissachtungen (26). Grundsätzlich allesamt Unfallursachen, die vermieden werden könnten.
Das Verursachen eines Unfalls unter Einfluss von Alkohol hat sich gegenüber dem Vorjahr (23) auf 13 stark reduziert. Ebenfalls sanken diesbezüglich die Unfälle mit Personenschaden von sechs auf drei.
Fussgänger / Fussgängerstreifen
Gesamthaft waren bei sieben Verkehrsunfällen Fussgänger beteiligt. Dabei wurden sechs Personen verletzt, eine davon schwer. Bei zwei Unfällen auf Fussgängerstreifen wurden zwei Personen verletzt.
Die Polizei stellt zunehmend fest, dass nicht nur der Fahrverkehr von Ablenkung und Unaufmerksamkeit betroffen ist, sondern auch die Fussgängerinnen. Der Blick auf das Mobiltelefon und/oder Ablenkung durch ein Gespräch oder Musik führen oft zu gefährlichen Situationen bei Strassenquerungen oder Begegnungen mit anderen Verkehrsteilnehmenden.
Fahrzeugbeteiligung mit Personenschaden
Bei Unfällen mit Personenschaden waren in 44 Fällen Personenwagen involviert, bei 21 Fällen Motorräder. Unfälle mit Beteiligung von Fahrrädern sind leicht zunehmend.
Prävention im Sinne der Verkehrssicherheit und polizeiliche Tätigkeiten
Viele Faktoren beeinflussen die Verkehrssicherheit. So zum Beispiel die Verlangsamung aufgrund der stetigen Verkehrszunahme, punktuelle bauliche Anpassungen am Strassenkörper, Geschwindigkeitsbeschränkungen und -kontrollen, verbesserte Fahrzeugtechnik und Ausbildung der Verkehrsteilnehmenden bis hin zu gezielten polizeilichen Kontrollen.
In den meisten Fällen steht jedoch der Mensch mit seinem Verhalten im Vordergrund. Das Einhalten der Verkehrsregeln aller Verkehrsteilnehmenden ist die Basis einer hohen Verkehrssicherheit. Dabei tragen koordinierte und teils wiederkehrende Präventionskampagnen ihren Teil zur Sicherheit bei. Diese Kampagnen werden sowohl regional als auch schweizweit durch die Polizeikorps und ihre Partner lanciert.
Mit regelmässigen und gezielten Kontrollen im Bereich der Geschwindigkeit, der Fahrfähigkeit, der Ablenkung und zum übrigen Verhalten im Strassenverkehr wird die Polizei dem Unfallgeschehen weiterhin entgegenwirken. Begleitend dazu werden weiterhin Präventionskampagnen, welche die Verkehrsteilnehmenden auf die Gefahren im Strassenverkehr sensibilisieren, veröffentlicht.
Auf die Thematik „Geschwindigkeit“, „Ablenkung im Strassenverkehr“ und „Fahrfähigkeit“ wird im Jahr 2026 wiederum schwerpunktmässig ein grosses Augenmerk gelegt.
Kleinste Unaufmerksamkeiten entscheiden darüber, ob ein Verkehrsunfall passiert oder nicht. Jeder Unfall ist einer zu viel. Aus diesem Grund erachten wir es als ständigen Auftrag, die Unfallursachen zu analysieren und mit verschiedenen Massnahmen zur Sicherheit der Bevölkerung beizutragen.
So wird auch weiterhin, wo immer möglich, helfend und verkehrserziehend Einfluss genommen, sodass Widerhandlungen – und insbesondere Unfälle – im Strassenverkehr verhindert werden können.







