Der Regierungsrat des Kantons Obwalden hat die Finanzausgleichsbeiträge für das Jahr 2025 festgelegt. Der Kanton steuert 4,5 Millionen Franken bei, die ressourcenstarken Einwohnergemeinden Sarnen, Sachseln und Engelberg zusammen 7,15 Millionen Franken. Insgesamt fliessen somit 11,65 Millionen Franken an die beitragsberechtigten Einwohnergemeinden. Dies sind rund 0,3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr.
Der Regierungsrat hat die Beiträge für den Finanzausgleich für das Jahr 2025 in der Höhe von insgesamt 11,65 Millionen Franken festgelegt. Dies sind rund 0,3 Millionen Franken weniger als im Vorjahr. Der Finanzausgleich besteht aus drei Töpfen: Dem Ressourcenausgleich, dem Lastenausgleich Bildung und dem Strukturausgleich.
Die Finanzausgleichsbeiträge wurden heuer zum ersten Mal nach dem vom Kantonsrat am 31. Oktober 2024 verabschiedeten Nachtrag zum Finanzausgleichsgesetz berechnet. So wurden neu die Wasserzinsen und die Zweitwohnungen für die Berechnung des Ressourcenausgleichs mitberücksichtigt.
Ressourcenausgleichsbetrag bleibt stabil
Der Ressourcenausgleich zwischen den Einwohnergemeinden dient der Annäherung der finanziellen Leistungsfähigkeit und wird durch die ressourcenstarken Gemeinden finanziert. Der Ausgleichsbeitrag 2025 bewegt sich auf Vorjahresniveau. Im Vorjahr finanzierten die Einwohnergemeinden Sarnen und Engelberg den Ressourcenausgleich, in diesem Jahr beteiligt sich auch die Einwohnergemeinde Sachseln mit 0,4 Millionen Franken an den Kosten von 7,15 Millionen Franken. Der Beteiligungsbetrag von Sarnen hat sich aufgrund des leicht gestiegenen Ressourcenindex von 3,9 Millionen Franken auf 4,15 Millionen Franken erhöht, während der Ressourcenindex von Engelberg gesunken ist. Dieser Rückgang ist der neu berücksichtigten Ferienwohnungsquote geschuldet. Der Beitrag der Einwohnergemeinde Engelberg hat sich von 3,3 Millionen Franken auf 2,6 Millionen Franken reduziert.
Grosse Unterschiede bei der Veränderung des Ressourcenindex
Der höchste Anstieg des Ressourcenindex ist bei der Einwohnergemeinde Sachseln festzustellen. Hier stieg der Ressourcenindex von 78,8 auf 92,6 Punkten (+13,8 Punke). Nebst dem Wasserzins sind vor allem die gegenüber dem Vorjahr höheren Steuereinnahmen bei den juristischen Personen für das gestiegene Ressourcenpotenzial bei Sachseln verantwortlich. Ebenfalls zugenommen hat der Index bei den Einwohnergemeinden Sarnen (+0,06 Punkte) sowie Lungern (+1,85 Punkte). Gesunken ist der Ressourcenindex bei den Einwohnergemeinden Engelberg (-17,6 Punkte), Alpnach (-2,1 Punkte), Giswil (-1,1 Punkte) und Kerns (-0,3 Punke).
Kanton bezahlt 1,6 Millionen Franken für Lastenausgleich Bildung
Der Lastenausgleich Bildung, der zweite Topf des Finanzausgleichs, glättet die überdurchschnittlichen Belastungen aus der Führung der Volksschule. Er wird vollumfänglich durch den Kanton finanziert. Wie im Vorjahr erhalten die Einwohnergemeinden Kerns, Alpnach und Giswil sowie neu auch die Einwohnergemeinde Lungern einen Beitrag aus diesem Gefäss. Mit rund 1,6 Millionen Franken fällt dieser aufgrund der mit dem Nachtrag zum Finanzausgleichsgesetz geänderten Berechnungsmethode tiefer aus als im Vorjahr (2024: 1,69 Millionen Franken).
2,9 Millionen Franken vom Kanton für Strukturausgleich
Der dritte Topf des Finanzausgleichs ist der Strukturausgleich. Dieser trägt den Gemeindestrukturen im Kanton Obwalden Rechnung. Als Berechnungsgrundlage dient die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohner pro Gemeinde. Der Kanton stellt für das Jahr 2025 rund 2,9 Millionen Franken zur Verfügung. Damit liegt der Beitrag rund 0,2 Millionen Franken unter dem Beitrag des Vorjahres. Vom Strukturausgleich profitieren – gleich wie im Vorjahr – die Einwohnergemeinden Sachseln, Giswil, Lungern und Engelberg.







