Die Staatsrechnung 2025 des Kantons Nidwalden weist ein Plus von 3.2 Millionen Franken auf. Das operative Ergebnis beträgt 15.7 Mio. Franken. Wie bereits im Vorjahr haben sich insbesondere die Einkommens- und Vermögenssteuern positiv entwickelt. Die Nettoinvestitionen liegen mit 18.3 Mio. Franken deutlich unter dem Budget.
Die Verbesserung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Budget beträgt 19.6 Mio. Franken. Die Steuereinnahmen bei den natürlichen Personen erhöhten sich um 17.7 Mio. Franken. Davon entfallen 4.6 Mio. auf die Vermögenssteuern und 13.0 Mio. auf die Einkommenssteuern. Bereits in der Rechnung 2024 lagen die Einkommenssteuern um 5.0 Mio. Franken über Budget. Die Erträge der direkten Bundessteuern erhöhten sich gegenüber dem Budget um 2.3 Mio. und die Gewinnausschüttung der Schweizerischen Nationalbank um 6.7 Mio. Franken. Demgegenüber stehen vor allem Mehraufwände für Spitäler, Pflege und Heime sowie für Ergänzungsleistungen und Prämienverbilligungen in der Höhe von 10.8 Mio. Franken. «Diese Entwicklung ist schwer vorhersehbar und hat uns überrascht. Allein die Aufwendungen bei den ausserkantonalen Hospitalisationen sind um 4 Millionen höher ausgefallen», sagt Finanzdirektorin Michèle Blöchliger. Der Sachaufwand blieb insgesamt um 3.1 Mio. Franken unter dem Budget, da vor allem beim Unterhalt weniger Arbeiten ausgeführt werden konnten und der Bedarf für externe Dienstleistungen und Honorare tiefer als angenommen war.
Im Vergleich zum Vorjahr liegt das operative Ergebnis der Rechnung um 20.3 Mio. Franken tiefer (15.7 Mio. im 2025 gegenüber 36.0 Mio. im 2024). Die massive Differenz ist in erster Linie auf einen ausserordentlichen Fall bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern im Vorjahr von 17.3 Mio. zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr verbesserten sich die Steuererträge bei den natürlichen Personen um 12.5 Mio., die Erträge bei den direkten Bundessteuern um 4.0 Mio. und bei der Gewinnausschüttung der Nationalbank um 10.1 Mio. Franken. Auf der anderen Seite sind tiefere Erträge bei den Steuern der juristischen Personen (-3.1 Mio.) und bei den Grundstückgewinnsteuern (-6.8 Mio.) zu verzeichnen. Höhere Aufwendungen resultieren wie bereits erwähnt vor allem im Gesundheitsbereich (+10.8 Mio.). Der Personalaufwand erhöhte sich zum Vorjahr um 5.5 Mio. Franken. Dies entspricht dem vom Landrat genehmigten Budget.
Der betriebliche Gesamtaufwand von 460.2 Mio. Franken lag 7.1 Mio. Franken höher als prognostiziert (+1.6%). Der betriebliche Ertrag nahm gegenüber dem Budget um total 26.7 Mio. Franken (+6.2%) zu. Dank des sehr guten Ergebnisses können Einlagen in der Höhe von 12.5 Mio. Franken in die finanzpolitischen Reserven getätigt werden, was unterm Strich zu einem Plus von 3.2 Mio. Franken im Gesamtergebnis führt.
Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 18.3 Mio. Franken aus, vorgesehen waren 37.4 Mio. Franken. Dies bedeutet eine Ausschöpfung von knapp der Hälfte. Aufgrund von Verzögerungen und fehlenden Ressourcen blieben insbesondere die Strassenbauprojekte um 12.2 Mio. Franken unter dem Budget.
Der Selbstfinanzierungsgrad liegt bei 184.5 Prozent (Vorjahr: 265.1 Prozent). Das Nettovermögen II (Verwaltungsvermögen exklusive Darlehen und abzüglich Eigenkapital) wuchs gegenüber dem Vorjahr um 17.9 Mio. auf 202.3 Mio. Franken. Das Eigenkapital beträgt neu 391.9 Mio. Franken (+17.1 Mio.).
Die Erträge bei den Einkommens- und Vermögenssteuern zeigen ein erfreuliches Bild. Michèle Blöchliger: «Die positive Entwicklung in allen Gemeinden und die breite Abstützung bei den Steuerkunden stimmen für die Zukunft positiv. Dies wird helfen, die Ausfälle der Steuergesetzrevision, die in erster Linie den Mittelstand entlasten wird, zu kompensieren.» Die Abstimmung findet am 14. Juni 2026 statt.







