Die Bildungsdirektion des Kantons Nidwalden hat die Erarbeitung eines Rahmenkonzepts zur Berufswahl in Auftrag gegeben und nach breiter Zustimmung in der Vernehmlassung verabschiedet. Das Konzept unterstützt alle Beteiligten in ihrer Rolle bei der Berufswahl von Jugendlichen und stärkt deren Zusammenarbeit.
Während der Orientierungsschule bereiten sich Jugendliche auf ihren späteren Bildungsweg vor – ein bedeutender Meilenstein, in dem sie wichtige Kompetenzen erwerben, welche sie entlang ihrer Laufbahn weiterentwickeln. Damit dies gelingt, braucht es einen gut strukturierten und begleitenden Prozess. Hierbei spielen Eltern, Lehrpersonen, die Wirtschaft sowie die Berufs- und Studienberatung eine zentrale Rolle. Mit dem neuen Rahmenkonzept verfügt der Kanton Nidwalden über eine wertvolle Grundlage für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit dieser Partner.
Im Lehrplan 21 ist die berufliche Orientierung als verbindlicher Auftrag der Schule verankert. Das Rahmenkonzept ergänzt diesen Auftrag und stärkt laut Bildungsdirektor Res Schmid nicht nur die Unterstützung der Jugendlichen im Berufswahlprozess, sondern die Berufsbildung insgesamt.
Gemeindeschulen haben am neuen Konzept mitgewirkt
Das Amt für Volksschulen und Sport und das Amt für Berufsbildung und Mittelschule haben unter aktiver Mitarbeit der Stufenleitenden der Orientierungsschulen von Stansstad und Oberdorf das Rahmenkonzept zur Berufswahl erarbeitet. Dieses ist auch beim Nidwaldner Gewerbeverband auf grosses Interesse und Zustimmung gestossen. Sandra Portmann, Leiterin der Berufs- und Studienberatung Nidwalden, sagt: «Mit dem Rahmenkonzept erhalten wir in Nidwalden einen praxisnahen Leitfaden, der allen an der Berufswahl beteiligten Stellen Orientierung gibt und gleichzeitig den Kooperationsgedanken stärkt.»
Zentraler Bestandteil ist der Beschrieb der Rollen und Zuständigkeiten. Laut Elias Raemy, Stufenleiter der Orientierungsschule Oberdorf, hilft die Übersicht auch den Lehrpersonen bei der Planung des Berufswahlunterrichts und bei Gesprächen mit Jugendlichen und Eltern.
Zusätzlich gibt das Konzept einen klaren Überblick über die einzelnen Schritte der Berufswahl und die passenden Unterstützungsangebote. In einer Zeit, in der Jugendliche mit unzähligen Informationen konfrontiert werden, schaffen die gut beschriebenen Angebote der Schulen und kantonalen Fachstellen eine verlässliche und praktische Orientierungshilfe.
Die Umsetzung des Rahmenkonzepts hat mit dem neuen Schuljahr 2025/2026 begonnen.