Neuer Waldentwicklungsplan stärkt Wälder für die Zukunft

[u24_gallery]

Mit dem Waldentwicklungsplan 2025 setzt der Kanton Nidwalden die Leitplanken für die Waldpolitik der nächsten 20 bis 25 Jahre. Er ersetzt die bisherige Version aus dem Jahr 2004 und reagiert auf veränderte Herausforderungen wie Klimawandel, Naturgefahren und steigende gesellschaftliche Ansprüche. Der Regierungsrat hat die Vorlage nun in die öffentliche Mitwirkung geschickt.

Der Nidwaldner Wald schützt, liefert Holz und ist zugleich ein beliebter Raum für Freizeit und Bildung. Rund die Hälfte der Waldfläche schützt vor Naturgefahren. Gleichzeitig ist der Wald zunehmenden Belastungen durch Extremereignisse, Schädlinge und Trockenheit ausgesetzt. «Der Wald steht heute stärker denn je unter Druck. Mit dem neuen Waldentwicklungsplan schaffen wir die Grundlage, damit er auch künftig seine vielfältigen Funktionen erfüllen kann», erklärt Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen.

Im Zentrum stehen vielfältige, klimaangepasste Wälder

Der Waldentwicklungsplan 2025 (WEP 2025) ersetzt die bisherige Version aus dem Jahr 2004 und legt den Fokus für die nächsten 20 bis 25 Jahre auf stabile, klimaresiliente Wälder mit mehr Baumartenvielfalt. Dabei wird die Entwicklung hin zu vielfältigeren und laubholzreicheren Beständen unterstützt. Gleichzeitig soll das vorhandene Holzpotenzial ausserhalb der Schutzwälder besser genutzt werden, ohne die Waldfunktionen und Biodiversitätsziele zu beeinträchtigen. «Wir wollen den Wald aktiv gestalten, statt nur zu reagieren. Eine nachhaltige Nutzung stärkt die Stabilität der Wälder und schafft gleichzeitig Wertschöpfung für die Region», so Joe Christen.

Breit abgestützt und langfristig ausgerichtet

Der Waldentwicklungsplan wurde in einem breit abgestützten Mitwirkungsprozess mit Waldeigentümerschaften, Korporationen und politischen Parteien erarbeitet. Für die Bewirtschaftung sind nach wie vor die rund 650 Waldbesitzerinnen und -besitzer im Kanton verantwortlich. Die Umsetzung erfolgt schrittweise in enger Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Forstdiensten. Eine erste Zwischenbilanz ist für das Jahr 2035 vorgesehen. Mit dem neuen Waldentwicklungsplan stellt Nidwalden sicher, dass seine Wälder auch künftig Schutz bieten, Lebensraum sichern und als nachhaltige Ressource genutzt werden können.

Der Regierungsrat hat den Waldentwicklungsplan 2025 zuhanden der öffentlichen Mitwirkung verabschiedet. Zwischen dem 13. April und dem 12. Juni 2026 haben interessierte Personen und Organisationen die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen. Anregungen können über vernehmlassung.nw.ch oder schriftlich beim Amt für Wald und Naturgefahren eingereicht werden. Auf Anfrage können beim Amt auch die gedruckten Unterlagen eingesehen werden.

Im Anschluss an die öffentliche Mitwirkung werden die Eingaben geprüft und der Waldentwicklungsplan bereinigt. Ziel ist es, dass der Regierungsrat diesen im Verlauf des Herbstes 2026 genehmigen kann.

Artikel Teilen

Facebook
Twitter
Linkedin
WhatsApp

Ähnliche Beiträge