Rund 65 Schülerinnen und Schüler aus Stans und Savièse nehmen derzeit am Austauschprojekt «Deux langues – 1 Ziel» teil. Nachdem die Nidwaldner Jugendlichen zu Beginn der Woche zu Besuch im Wallis waren, verbringen die Walliser Schülerinnen und Schüler nun mehrere Tage in Stans.
Aktuell sind Schülerinnen und Schüler der Walliser Partnerschule aus Savièse zu Gast bei Lernenden der Oberstufe in Stans. Zuvor hatten die Stanser Jugendlichen ihre Austauschpartnerinnen und -partner während mehrerer Tage im Wallis besucht und dort Einblicke in Schule, Alltag und Kultur erhalten. Der Sprachaustausch «Deux langues – 1 Ziel», den die Schule Stans gemeinsam mit der Schule in Savièse bereits zum zweiten Mal durchführt, soll die Sprachkenntnisse der Jugendlichen stärken und den Austausch zwischen den Sprachregionen fördern. Insgesamt beteiligen sich diese Woche rund 65 Lernende am Projekt.
Während ihres Aufenthalts lernen die Jugendlichen den Unterricht an der Partnerschule kennen und verbringen auch ausserhalb des Schulzimmers Zeit miteinander. Durch das gemeinsame Lernen und die Begegnungen im Alltag erhalten sie einen direkten Zugang zur anderen Sprache und Kultur.
Ein gemeinsamer Programmpunkt mit allen Beteiligten hat am Donnerstag stattgefunden. In gemischten Gruppen erkundeten die Schülerinnen und Schüler den Nidwaldner Hauptort im Rahmen eines sogenannten Actionbounds. Dabei lösten sie Aufgaben, entdeckten verschiedene Orte und wendeten ihre Sprachkenntnisse im direkten Austausch an. Die Austauschwoche geht heute Freitag zu Ende. Für viele Schülerinnen und Schüler ist sie nicht nur eine sprachliche Erfahrung, sondern auch eine Gelegenheit, neue Kontakte über regionale Grenzen hinweg zu knüpfen.
Lerneffekt ist gross, wenn Sprache im Alltag unerlässlich ist
Der Sprachaustausch zwischen Nidwalden und dem Wallis hat mittlerweile Tradition und wird von beiden Kantonen im Rahmen einer gemeinsamen Vereinbarung gezielt gefördert. Solche Begegnungen ermöglichen es Jugendlichen, eine andere Sprachregion aus nächster Nähe kennenzulernen und Verständnis für unterschiedliche Kulturen zu entwickeln. «Der direkte Kontakt mit Gleichaltrigen motiviert die Jugendlichen besonders. Sie merken schnell, wie hilfreich es für den Lerneffekt ist, die andere Sprache im Alltag anzuwenden», sagt Sandra Blunier, die bei der Bildungsdirektion Nidwalden für solche Austauschprojekte verantwortlich ist.







