Regierungsrat reagiert auf Fachkräftemangel und stärkt das Sozialamt

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Personelle Engpässe stellen das Sozialamt aktuell vor eine schwierige Situation. Dennoch können die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen beim Sozialdienst zuverlässig erbracht werden. Dies dank gezielten Massnahmen wie temporärem Fachpersonal, organisatorischen Anpassungen und sehr guter Zusammenarbeit mit den Gemeinden.

Die aktuelle Situation im Sozialamt mit einer hohen Personalfluktuation und kritischen Stimmen zu den neuen Grossraumbüros hat Landrätin Elena Kaiser, Stansstad, Ende November 2025 zu einer Interpellation veranlasst. In seiner Antwort auf den Vorstoss bestätigt der Regierungsrat, dass das Sozialamt vor personellen Herausforderungen steht. Die gegenwärtige Fluktuationsrate, krankheitsbedingte Ausfälle und der angespannte Arbeitsmarkt haben dazu geführt, dass beim Sozialdienst aktuell 225 Stellenprozente fehlen. Davon betroffen ist insbesondere der Bereich der wirtschaftlichen und persönlichen Sozialhilfe, der Menschen in Nidwalden in schwierigen Lebenssituationen direkt unterstützt.

Um die Abteilung zu stabilisieren, beantragt der Regierungsrat beim Landrat für das laufende Jahr einen Nachtragskredit von 400’000 Franken. Damit soll weiterhin auf temporäres Fachpersonal zurückgegriffen werden können, um die gegenwärtigen Vakanzen zu überbrücken. Die ordentlichen Stellen sollen bis zum Sommer wieder besetzt werden. Parallel dazu wird eine Job-Kampagne lanciert, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann betont: «Wir setzen alles daran, damit der Sozialdienst seine Aufgaben zuverlässig erfüllen kann und die Bevölkerung weiterhin die ihr zustehende Unterstützung erhält.» Bisher ist dies auch dank des Efforts von amtsinternem Personal und gezielten Optimierungen von Abläufen der Fall. Der Sozialdienst ist zudem im regelmässigen Austausch mit den Gemeinden. So konnten Verzögerungen bei der Bearbeitung von Dossiers weitgehend vermieden werden.

Für die kritischen Rückmeldungen zu den neu gestalteten Grossraumbüros der Gesundheits- und Sozialdirektion zeigt der Regierungsrat Verständnis. Die Umstellung war für die Mitarbeitenden insbesondere zu Beginn anspruchsvoll, da viele Abläufe neu organisiert werden mussten und die Prozesse im Sozialbereich anspruchsvoll sind. «Wir nehmen die Rückmeldungen ernst und haben bereits konkrete Anpassungen umgesetzt, um die Arbeitsumgebung zu verbessern», sagt Peter Truttmann. Er fügt an, dass die Grossraumbüros zahlreiche Vorteile bieten. So konnten auf der gleichen Fläche zehn zusätzliche Arbeitsplätze und sieben zusätzliche Besprechungszimmer geschaffen werden. Dies gewährleistet, dass Beratungsgespräche weiterhin vertraulich stattfinden können. Die Sicherheit der Mitarbeitenden sowie der Schutz sensibler Daten haben dabei höchste Priorität. Entsprechend wurden auch ein Sicherheitssystem mit Alarmknöpfen installiert und Sicherheitsschulungen durchgeführt.

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