Strategie bildet Fundament für Massnahmen zum Klimaschutz

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Das Klima schützen und gezielte Anpassungen an die Folgen des fortschreitenden Klimawandels umsetzen: dies sind die beiden zentralen Punkte, auf denen die Nidwaldner Klimastrategie basiert. Nach der Vernehmlassung ist die Strategie überarbeitet und nun dem Landrat zur Stellungnahme überwiesen worden.

Nach einem umfassenden partizipativen Erarbeitungsprozess erhielten Parteien, Gemeinden, Verbände, Institutionen und Interessierte in der Vernehmlassung von November 2024 bis Mai 2025 die Möglichkeit, Anregungen zum Entwurf der Nidwaldner Klimastrategie einzureichen. Neben wenigen generell ablehnenden Haltungen waren übergeordnete Themen, die von unterschiedlicher Seite her angesprochen wurden, unter anderem die Abtrennung des Massnahmenplans von der Strategie, die Sicherstellung der Ressourcen und Finanzierung, die Rolle und der Handlungsspielraum der Gemeinden sowie der fehlende Sektor Bildung. Zusammengefasst kann aber festgehalten werden, dass die Klimastrategie mit ihren Leitideen sowie die in den Leitsätzen definierte Stossrichtung mehrheitlich Zustimmung erhielten. Die Änderungsanträge wurden geprüft und der Entwurf anschliessend überarbeitet. Nun ist die Klimastrategie vom Regierungsrat zuhanden der Stellungnahme im Landrat verabschiedet worden.

Mit diesem Schritt erfüllt der Regierungsrat den politischen Auftrag zum Klimaschutz, den er sich in seinem vorhergehenden Legislaturprogramm 2021-2024 vorgenommen hatte. Die Strategie stützt sich auf den Klimaschutz-Artikel in der Kantonsverfassung und korrespondiert stark mit dem Leitbild Nidwalden 2035, in welchem sich der Kanton zum Ziel gesetzt hat, sich für die Reduktion von klimaschädlichen Emissionen stark zu machen und Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu treffen.

Verwaltung setzt sich Netto-Null zum Ziel

Die Klimastrategie bildet das Fundament für die Massnahmen, die es braucht, um die erforderlichen Klimaziele zu erreichen, und die nun ausgearbeitet werden. «Wir wollen uns aktiv und vorausschauend den Herausforderungen des Klimawandels stellen», fasst Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen zusammen.

Strategie enthält Aussagen zu den Handlungsfeldern wie Energie, Gebäude, Mobilität, Abfall, Wald, Landwirtschaft, Tourismus oder Gesundheit und gibt für die einzelnen Handlungsfelder Leitsätze vor. Die Strategie umfasst aber nicht nur den Klimaschutz, sondern auch, wie Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels mit gezielten Anpassungen gedämpft werden sollen. Die Vorbildfunktion der kantonalen Verwaltung ist ebenfalls Bestandteil der Klimastrategie. «Indem wir für die Verwaltung das Netto-Null-Ziel bis im Jahr 2040 anstreben, wollen wir mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese anspruchsvolle Zielsetzung erfüllen können», so Joe Christen. Mit «Netto-Null» wird die Bilanz der Treibhausgase angesprochen. Solche dürfen zwar weiterhin ausgestossen werden, die Emissionen müssen aber vollständig kompensiert werden – etwa durch technologische Lösungen oder natürliche Faktoren wie Wälder oder Böden, die CO2 aufnehmen.

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