Weniger Sozialhilfebeziehende im Kanton Nidwalden

2022 wurden knapp 420 Nidwaldner/innen mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt. Das sind 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Sozialhilfequote verblieb bei 1,0 Prozent. Nidwalden weist – zusammen mit Obwalden – nach wie vor die tiefste Sozialhilfequote aller Zentralschweizer Kantone auf. Die Sozialhilfequote der ausländischen Wohnbevölkerung ist 2022 gesunken, während jene der Schweizer/innen unverändert blieb. Von den erwerbstätigen Sozialhilfebeziehenden arbeitete jede vierte Person Vollzeit, wie LUSTAT Statistik Luzern im neuen Webartikel mitteilt.

2022 wurden 419 Nidwaldner/innen mit wirtschaftlicher Sozialhilfe unterstützt. Das sind 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Sozialhilfequote blieb unverändert bei 1,0 Prozent. Damit weist Nidwalden zusammen mit Obwalden die tiefste Sozialhilfequote aller Zentralschweizer Kantone aus (ZCH insgesamt: 1,8%) und liegt auch im gesamtschweizerischen Vergleich tief (CH, neustes verfügbares Datenjahr 2021: 3,1%). Die Sozialhilfequote ist im Kanton Nidwalden bei allen Altersgruppen gesunken oder nahezu konstant geblieben.

Sozialhilfequote von Ausländer/innen gesunken
Personen ohne nachobligatorischen Bildungsabschluss tragen ein besonders hohes Sozialhilferisiko. Im Kanton Nidwalden lag die Sozialhilfequote entsprechender Personen 2022 bei 2,2 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Ein tieferes Bildungsniveau vermindert die Chancen für den Zugang zum Arbeitsmarkt und ist auch im Kanton Nidwalden mit ein Grund für die höhere Sozialhilfequote der ausländischen Wohnbevölkerung gegenüber jener von Schweizer/innen. Gegenüber dem Vorjahr blieb die Sozialhilfequote von Nidwaldner/innen schweizerischer Nationalität 2022 unverändert bei 0,5 Prozent. Jene der Ausländer/innen ist gleichzeitig von 4,0 auf 3,6 Prozent gesunken.

Jede vierte unterstützte erwerbstätige Person arbeitet Vollzeit
2022 waren von den Nidwaldner Sozialhilfebeziehenden im erwerbsfähigen Alter 39 Prozent erwerbstätig (2021: 34%). Sie arbeiteten überwiegend in Form einer Teilzeitanstellung. Jede vierte Person arbeitete Vollzeit (25%). Nachdem dieser Anteil im Kanton Nidwalden drei Jahre in Folge angestiegen war, ist er nun wieder gesunken (2021: 28%).

Erneut mehr Dossiers aufgrund verbesserter Erwerbssituation abgeschlossen
Die Sozialhilfe dient in erster Linie der Überbrückung temporärer Notlagen. Von den in den letzten fünf Jahren eröffneten Sozialhilfedossiers konnte im Kanton Nidwalden gut die Hälfte innerhalb eines Jahres wieder geschlossen werden (57%). Bei den 2022 abgeschlossenen Dossiers gingen 41 Prozent auf eine verbesserte Erwerbssituation zurück. Das sind erneut mehr als im Vorjahr (2021: 35%).

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