Sportliche Diplomfeier für 51 Fachkräfte aus der ganzen Schweiz

Die HF Bürgenstock, das Bildungszentrum des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM), feierte vergangenen Freitagabend ihre Diplomfeier. Über 50 Fachkräfte aus der ganzen Schweiz haben den erfolgreichen Abschluss als Fertigungsspezialist VSSM auf dem Bürgenstock erlangt. Die würdige Diplomfeier umrahmte ein Vortrag und eine Talkrunde mit der Obwaldner Spitzensportlerin Selina Burch.

An der HF Bürgenstock findet jährlich eine Diplomfeier statt. An dieser werden Schreinerinnen und Schreiner geehrt, die an der Nidwaldner Bildungseinrichtung den Abschluss als Fertigungsspezialist VSSM erlangt haben. Dabei waren nicht nur regional verankerte Fachkräfte anzutreffen. Junge Erwachsene aus der ganzen Schweiz besuchten die vergangenen gut eineinhalb Jahre regelmässig die Schule auf dem Bürgenstock. Sie alle sind nun befähigt, in der Produktion von Schreinereien eine Schlüsselrolle einzunehmen, sich als Sicherheitsbeauftragter und / oder Ausbildner von Lernenden zu engagieren. Für rund zwei Drittel der Diplomanden bedeutet das Verbandsdiplom als Fertigungsspezialist ein Zwischenziel. Erfreulicherweise geht die Ausbildungszeit für sie weiter in Richtung Projekt- und Produktionsleiter.

Vorbildfunktion wahrnehmen
Die Diplomfeier war auch Gelegenheit in einem festlichen und würdigen Rahmen Danke zu sagen. Michael Gnos, Schulleiter der HF Bürgenstock (HFB), dankte den Diplomanden für das entgegengebrachte Vertrauen und spornte sie an, eine Vorbild- und Botschafterfunktion für Lernende und Jugendliche zu übernehmen. Rolf Kümin, Bereichsleiter Bildung VSSM, überbrachte die Glückwünsche des VSSM und äusserte den Wunsch, dass auch vermehrt Schreinerinnen den Weiterbildungsweg einschlagen.

Vom Sportmuffel zur Radrennfahrerin
Selina Burch setzte den Kontrapunkt an diesem Abend. Kurzweilig und authentisch berichtete die sympathische Spitzensportlerin im Nebenberuf aus Obwalden über ihre bisherige sportliche Karriere. Kaum zu glauben, dass sie als Teenie ein Sportmuffel war. Wandern mit den Eltern fand sie langweilig und anstrengend. Bei Schulreisen suchte sie nach einem Grund für eine Dispens. Einzig den rund fünf Kilometer langen Schulweg legte sie bei jedem Wetter mit dem Fahrrad zurück. Dabei fielen ihr die schnellen Radvelofahrer auf. Schnell fahren – das wollte sie auch. So kaufte sich Selina mit dem Taschengeld ihr erstes Rennrad. Das war der Startschuss als Radrennfahrerin. Der Ehrgeiz packte sie und Radfahren entwickelte sich zur Leidenschaft. Selinas Talent fiel schnell auf. Sie löste eine Lizenz und fuhr Strassen- und Bahnrennen im In- und Ausland. Dann kam Corona und stellte alles auf den Kopf.

Von der Radrennfahrerin zur Bergläuferin
Zufälligerweise kam Selina Burch zum Berglauf und in dieser Disziplin startete sie richtig durch. Regelmässig landet sie auf dem Podest und beweist, dass sie ein Multitalent ist. Sie ist ehrgeizig, zielstrebig, effizient, fokussiert und vor allem eine Kämpferin. Getreu ihrem Motto «scheitern ist, wenn man aufhört es zu versuchen» möchte Selina ihre Grenzen laufend verschieben. Zentral für sie ist es, im Training Spass und Freude zu haben: Ohne fixen Plan und aus dem Bauch heraus, wie es am besten passt. Möge dieser Elan und die Freude am Sport die Diplomanden auf dem weiteren Weg beflügeln und sie zu Spitzenleistungen im Schreinerberuf motivieren.

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