Siegerprojekt für die neue Kollegi-Sporthalle heisst «Shavasana»

Das Siegerprojekt für die neue Dreifachsporthalle der kantonalen Mittelschule ist erkoren worden. Mit dem Vorhaben werden dereinst die beiden bestehenden Turnhallen ersetzt. Ziel ist es, dass die neue Halle im Jahr 2028 eingeweiht werden kann.

Die beiden heutigen Turnhallen des Kollegiums in Stans kommen baulich und energetisch zusehends an ihr Lebensende. Es drängt sich eine neue Lösung auf. Nachdem der Regierungsrat eine umfassende Machbarkeitsstudie hatte erstellen lassen und eine neue Dreifachsporthalle am heutigen Standort als Bestvariante resultierte, genehmigte der Landrat einen Planungskredit von 1.58 Millionen Franken. Inzwischen hat ein öffentlicher Projektwettbewerb stattgefunden. Das Preisgericht, bestehend aus Fachexpertinnen und -experten sowie Vertreterinnen und Vertretern der Baudirektion, Bildungsdirektion und Mittelschule, hat nun unter dem Vorsitz des Luzerner Architekten Christoph Steiger das Projekt «Shavasana» zum Siegerprojekt gekürt. Hinter diesem stehen die Roman Hutter Architektur GmbH und die Fahrni Landschaftsarchitekten GmbH aus dem Kanton Luzern.

Das Siegerprojekt überzeugt insbesondere in seiner städtebaulichen und zurückhaltenden Erscheinung. Die Sporthalle wird vom Eingangsniveau aus zu einem Drittel im Untergrund platziert und ist hangseitig nicht einsehbar. Dank einer Zuschauergalerie und grossen Fensterfronten kann dennoch verfolgt werden, was sich im Innern der Halle tut. Im Obergeschoss des sichtbaren, schlanken Baukörpers befinden sich Nebenräume für Sporttheorie, Gymnastik und Fitness.

«Auch die grossen Herausforderungen, mit dem Neubau die Qualitäten des Ortsbildes zu erhalten und die Umgebungsgestaltung mit der Öffnung des Stämpbachs zu einem Ganzen aufzuwerten, hat das Siegerprojekt am besten gemeistert», hält Bildungsdirektor Res Schmid fest. Der Stämpbach, der heute unterhalb der Turnhallen durchfliesst und mit dem Neubau verlegt werden muss, soll im Perimeter der Mittelschule praktisch vollständig geöffnet werden. Das Siegerprojekt besticht in dieser Hinsicht durch die geplante Revitalisierung und die entstehenden Freizeit- und Erholungsräume im Aussenbereich. Schliesslich gelingt die Einbettung ins Ortsbild, das gemäss Bundesinventar als schützenswert gilt, auf überzeugende Art, indem sich der schlichte Bau dem markanten Kollegibau unterordnet und vom dahinter liegenden Hang einverleibt wird. «Eine der Hauptstärken des Siegerprojekts liegt in der seriösen Auseinandersetzung mit der historischen Substanz. Die konstruktive Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege hat ihren Teil zu diesem überzeugenden Ergebnis beigetragen», so Res Schmid.

Projekte werden im Theatersaal ausgestellt
Im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens sind gesamthaft 49 Projekte eingereicht worden, davon 4 Beiträge aus dem Ausland. «Das grosse Interesse der bewerbenden Unternehmen hat uns gefreut und gleichzeitig überrascht. Die Jury traf sich deshalb einen Tag mehr als geplant», hält Res Schmid fest. «Der Vorteil war, dass dadurch aus einer breiten Auswahl an Vorhaben gewählt werden konnte, was den Entscheid allerdings nicht leicht gemacht hat. Wir sind überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben und mit dem Siegerprojekt eine nutzerfreundliche und zukunftsgerichtete Sporthalle zu erhalten, die sich ortsbaulich, architektonisch und landschaftlich optimal ins bestehende Areal eingliedert.»

Die Projektbeiträge aller Wettbewerbsteilnehmenden können von der interessierten Bevölkerung im nächsten Jahr besichtigt werden. Die öffentliche Ausstellung im Theatersaal des Kollegis findet vom 3. bis 12. Februar 2024 statt. Mit Ausnahme des Schmutzigen Donnerstag (8. Februar) ist die Ausstellung täglich, auch an den Wochenenden, von 8.00 bis12.00 und 13.00 bis 17.00 Uhr zugänglich. Gleichzeitig werden Informationen zu den Projektbeiträgen und der Bericht des Preisgerichts mit Ausstellungsbeginn auf www.nw.ch aufgeschaltet. Für den Projektsieger und den Kanton geht die Arbeit derweil weiter. Nun gilt es, das Bauprojekt zu erarbeiten, weiterzuentwickeln und zur Abstimmungsreife zu bringen. Dabei ist auch die Erschliessung mitsamt Parkierung von Autos und Velos ein integraler Bestandteil. Die Richtung dafür ist bereits bekannt. Eine vorgängige Analyse hat aufgezeigt, dass die Ist-Situation grundsätzlich erhalten und die Erschliessung weiterhin über die Mürgstrasse erfolgen soll. Zur Entlastung der engen Zufahrtsstrassen sollen allerdings Massnahmen wie die Einrichtung eines Parkleitsystems oder ein Fahrverbot für Unberechtigte geprüft werden.

Gemäss aktuellem Zeitplan soll der Kredit für das Bauprojekt im Herbst 2024 dem Landrat und im Vorsommer 2025 dem Stimmvolk unterbreitet werden. Kann der Zeitplan eingehalten werden, wird 2026 mit dem Bau begonnen und ist die Inbetriebnahme der neuen Dreifachsporthalle auf Mitte 2028 vorgesehen.

Artikel Teilen

Facebook
Twitter
Linkedin
WhatsApp

Ähnliche Beiträge