«Lebendige Bücher» erzählen über ihre Erfahrungen mit Rassismus

Die Kantone Nidwalden und Obwalden beteiligen sich an der diesjährigen Aktionswoche gegen Rassismus und sensibilisieren zum Thema der Diskriminierung. Zwei «Living Library»-Veranstaltungen am 17. und 24. März geben der Bevölkerung die Gelegenheit, sich direkt mit von Rassismus betroffenen Personen auszutauschen und von ihren Erlebnissen zu erfahren.

Am 21. März 2024 ist der internationale Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung. Verschiedene Kantone, Fachstellen, Organisationen, Vereine und Kollektive in der Schweiz setzen in diesem Zeitraum ein Zeichen gegen Rassismus und laden die Bevölkerung dazu ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Bereits im Vorjahr beteiligten sich die Kantone Nidwalden und Obwalden an der Aktionswoche mit einem Theaterstück. Die gut besuchten Aufführungen regten das Publikum zum Reflektieren an und stellten einen gelungenen Start in die aktive Teilhabe der beiden Kantone an der Aktionswoche dar.

In diesem Jahr werden durch die Abteilung Gesundheitsförderung und Integration Nidwalden und die Fachstelle Gesellschaftsfragen Obwalden zwei Veranstaltungen in Form einer «Living Library» – frei übersetzt «lebendige Bücher» – organisiert. Unterstützt wird der Anlass von der nationalen Fachstelle für Rassismusbekämpfung. Die Veranstaltungen entstehen in Zusammenarbeit mit der Journalistin Gudrun Sachse, den beiden Kantonsbibliotheken und lokalen Vereinen und Angeboten im Bereich der Integration. Besucherinnen und Besucher erhalten die Möglichkeit, in kleinen Gruppen in einem 30-minütigen offenen Gespräch mehr über die Geschichten der «lebendigen Bücher» zu erfahren und Fragen zu stellen. Dabei steht in den beiden Veranstaltungen die rassistische Diskriminierung im Vordergrund.

Betroffenen wird eine Stimme gegeben
Vorurteile und rassistische Diskriminierung prägen den Alltag vieler Menschen und können für Betroffene weitreichende Folgen haben. Insbesondere im persönlichen Austausch können Vorurteile abgebaut und gegenseitige Toleranz aufgebaut werden. Die Erlebnisse und Gefühle einer anderen Person ungefiltert zu erfahren, stärkt die Empathie und regt zum Reflektieren an. Die beiden «Living Libraries» bieten den entsprechenden Rahmen. Gleichzeitig wird den Betroffenen eine Stimme gegeben, um auf ihre alltäglichen Schwierigkeiten aufmerksam zu machen.

Die «Living Libraries» finden an den folgenden Daten statt:

  • Sonntag, 17. März 2024, 13.30 bis 16.00 Uhr (erste 30-min. Gesprächsrunde um 13.30 Uhr); Kantonsbibliothek Obwalden, Grundacherhaus, Gesellenweg 4 in Sarnen.
  • Sonntag, 24. März 2024, 13.30 bis 16.00 Uhr (erste 30-min. Gesprächsrunde um 13.30 Uhr); Kantonsbibliothek Nidwalden, Engelbergstrasse 34 in Stans.

Beide Veranstaltungen sind kostenlos und stehen allen Interessierten offen. Weitere Informationen sind auf diesen Webseiten zu finden: www.nw.ch/aktionswoche oder www.ow.ch/dienstleistungen/8188

Die anderen Zentralschweizer Kantone beteiligen sich ebenfalls mit Veranstaltungen rund um die Aktionswoche gegen Rassismus. Auch diese Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen und können kostenlos besucht werden. Weitere Informationen sind auf den oben genannten Webseiten zu finden.

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