Die Werkbeiträge 2023 gehen an Markus Bürgi und Roman Britschgi

Die Kantone Obwalden und Nidwalden schreiben seit 2014 gemeinsam Werkbeiträge für Kulturschaffende aus. Eine fünfk.pfige Fachjury vergibt den grossen Werkpreis 2023 in der Höhe von 20’000 Franken an den Bildenden Künstler Markus Bürgi. Der kleine Werkpreis in der Höhe von 10’000 Franken geht an den Musiker und Komponisten Roman Britschgi.

Mit dem gemeinsamen Ausschreiben von Werkbeiträgen verfolgen die beiden Kantone Obwalden und Nidwalden das Ziel, Kulturschaffende aus ihrer Region unmittelbar und personenbezogen zu fördern. 2023 bezog die Ausschreibung alle Kultursparten mit ein. Die Bewertung der eingegangenen Gesuche nahm eine eigens zusammengestellte Fachjury vor. Ihr gehörten Nathalie Bissig (Bildende Künstlerin), Heinz Della Torre (Musiker), Simone Konrad (Vertreterin der Kulturkommission Nidwalden) und Hubert Schumacher (Vertreter Kulturkommission Obwalden) an. Das Präsidium hatte der Luzerner Künstler und Kurator Stephan Wittmer inne.

Der grosse, mit 20’000 Franken dotierte Werkbeitrag geht an den 62-jährigen Maler, Zeichner und Installationskünstler Markus Bürgi aus Sarnen. Er beschäftigt sich grundlegend mit Fragen der Malerei, ihrer Materialität und ihren Potenzialen. Bereits in den 1990er Jahren befreite er das gemalte Bild vom Rahmen und schneiderte aus den monochrom bemalten Leinwänden Objekte wie Kleidungsstücke oder modische Accessoires. Diesen Ansatz entwickelt er seither kontinuierlich weiter. Zuletzt entstanden Werkserien aus textilen Reststücken, die der Künstler zu neuen kieselsteinartigen Objekten zusammenklebte und schliff. In seinem aktuellen Projektvorhaben «I waste a lot of materials when I’m making art» plant er, von den bestehenden Serien ausgehend neue Objekt-Konglomerate zu kreieren.

Der kleine Werkbeitrag in der Höhe von 10’000 Franken wird Roman Britschgi aus Wilen zugesprochen. Der 43-jährigen Musiker und Komponist konnte die Jury mit seinem Projekt «Sarnersee» überzeugen. Ausgangspunkt ist eine nächtliche Panoramafotografie der Uferlinie, auf der nur noch zerstreute Lichtpunkte in der Dunkelheit zu sehen sind. Die Struktur dieses Bildes wird auf ein Drehorgel-Lochband übertragen und definiert so die klangliche Basis der darauf aufbauenden Komposition. Das Werk soll schliesslich unter Mitwirkung eines «wilden Orchesters» bestehend aus Musikerinnen und Musikern aus der Region des Sarnersees aufgeführt werden.

Preisträgerinnen und Preisträger der letzten Jahre

2022 Rainer Otto Hummel (bildender Künstler); Larissa Odermatt (visuelle Künstlerin)

2021: Adrian Gander (bildender Künstler); Christian Kathriner (bildender Künstler)

2020: Olivia Abächerli (bildende Künstlerin); Brigitta Würsch (bildende Künstlerin)

2019: Sitara Abuzar Ghaznawi (bildende Künstlerin)

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