Das Breitenhaus soll für die Zukunft fit gemacht werden

Beim Breitenhaus in Stans stehen Instandhaltungs- und Sanierungsarbeiten an. Das Gebäude, in welchem die kantonale Baudirektion beheimatet ist, wird hindernisfrei erschlossen, erdbebenertüchtigt und hinsichtlich Statik, Brandschutz, Arbeitssicherheit und Wärmedämmung verbessert. In diesem Schritt sollen auch neue Arbeitsflächen für den künftigen Bedarf entstehen. Es wird mit Kosten von 2.88 Millionen Franken gerechnet.

Das historische Breitenhaus in Stans stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ende der 1960er-Jahre wurde es vom Kanton Nidwalden erworben und vollständig erneuert. Seither wird es für die kantonale Verwaltung genutzt, aktuell bietet es der Baudirektion 18 Büroräume und zwei Besprechungszimmer.

In den nächsten Jahren stehen Instandhaltungs- sowie Instandsetzungsarbeiten an. Eine Machbarkeitsstudie hat bestätigt, dass das Gebäude in den Bereichen Brandschutz und Arbeitssicherheit Mängel aufweist. So stehen unter anderem Brandschutzmassnahmen bei den Türen an und die Absturzsicherheit muss beim Treppengeländer und bei den Fensterbrüstungen verbessert werden. Zudem ist das öffentliche Verwaltungsgebäude nicht hindernisfrei erschlossen, was mit dem Einbau eines Plattformliftes ins erhöhte Erdgeschoss behoben werden soll. Dieses wird neu hindernisfrei konzipiert.

Die Bestandesaufnahmen zeigen, dass sich der grösste Teil des Gebäudes grundsätzlich in einem guten baulichen Zustand befindet. Im Bereich des Dachtragwerkes und der Decke über dem 2. Obergeschoss jedoch sind statische Schwachstellen ausgemacht worden. Zusätzlich muss das Gebäude gegen Erdbeben ertüchtigt werden. Im Weiteren sind Erneuerungen von Wasserleitungen und Elektroinstallationen, die ihre Lebensdauer überschritten haben, sowie eine zyklische Fassadensanierung erforderlich.

Denkmalpflege hat das Projekt begleitet
Die Erkenntnisse aus der umfangreichen Gebäudeanalyse bilden Grundlage für ein Sanierungsprojekt. Dieses beinhaltet einen respektvollen Umgang mit der historischen Substanz des Breitenhauses. So ist das ganze Projekt eng mit der Denkmalpflege abgesprochen. «Die geplanten Eingriffe fokussieren sich auf das Notwendigste, um die erkannten Mängel zu beheben und eine wärmetechnische Verbesserung des Dachgeschosses zu erreichen», hält Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer fest. Dank der Optimierung des Dachgeschosses können neue Arbeitsflächen vorgesehen werden. Zurzeit reichen die vorhandenen Räumlichkeiten zwar aus, mittelfristig ist aber von einem höheren Bedarf an Arbeitsplätzen auszugehen.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat für das Instandhaltungs- und Sanierungsprojekt einen Objektkredit in der Höhe von 2.88 Millionen Franken. Es ist vorgesehen, dass dieser im ersten Quartal 2024 im Kantonsparlament behandelt wird. Im Anschluss daran werden das Baubewilligungsverfahren und die Arbeitsvergaben eingeleitet. Die Bauarbeiten sind für Herbst 2024 bis Herbst 2025 geplant. Die Arbeitsplätze der Baudirektion müssen während der Bauphase in ein Provisorium ausgelagert werden. Die Kosten für dafür sind im Objektkredit miteingeschlossen.

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